Arnis Weft M&P

Hafen bei Arnis

Zuletzt bearbeitet 16.07.2022 um 14:30 von NV Charts Team

Breite

54° 37’ 56.6” N

Länge

9° 55’ 59.5” O

Beschreibung

Die Steganlage von M&P liegt mitten im kleinen idyllischem "Städtchen" Arnis. 

NV. Hafenlotse

Navigation

Die Steganlage von M&P erreicht man über das selbe, betonnte Fahrwasser wie auch der Yachthafen der WSG. ( Solltiefe von 2,1m )

Liegeplätze

Die Steganlage ist überwiegend mit Festliegern belegt, Gastplätze nach Absprache mit dem Hafenmeister.

Versorgung

Arnis hat außer einer Bäckerei keine weitere Lebensmittelversorgung, aber gute Reparatur- und Überholungseinrichtungen (mehrere Werften am Ort und Segelmacherei CO-Segel in Grödersby), sowie mehrere Gaststätten.

 

NV. Landgangslotse

Die Gründer der heute kleinsten Stadt Deutschlands (Stadtrechte seit 1934) waren 64 unbeugsame Kappelner Familien, die 1666 nicht zu Leibeigenen des Gutsherrn von Roest, Detlef von Rumohr, werden wollten. Mit brutaler Gewalt ging der Gutsherr gegen diejenigen vor, die ihm den Untertaneneid verweigerten. Retter in der Not war der Herzog von Gottorf. Der Landesherr wies den Abtrünnigen die Insel Arnis als Wohnort zu und verlieh die für Schifffahrt und Handel erforderlichen Privilegien. Die 1673 erbaute Kirche zählte mit zu den ersten auf der Insel erbauten Gebäuden der als besonders fromm und gottesfürchtig geltenden Arnisser.

Schon 60 Jahre nach der Gründung des Inselortes galten die neuen Siedler außerdem als besonders wohlhabende Leute, die es ‑ von den erdrückenden Zwängen des Adels befreit – zu etwas gebracht hatten. Handelsschiffe, die bis nach Westindien fuhren, verschafften dem aufblühenden Handelsplatz Reichtum und Ansehen. Bei nur rund 800 Einwohnern zählte die Handelsflotte um 1850 etwa 90 (!) Schiffe. Ein wahrer Mastenwald umgab die Insel. Aber die Blütezeit währte nicht lange. Der deutsch-dänische Krieg von 1864 ruinierte den Wohlstand, weil die dänischen Absatzgebiete verlorengingen. Daher waren die Preußen, die hier 1864 auf einer von ihnen erbauten Pontonbrücke die Schlei überquerten, nicht gerne gesehen. Die aufkommende Dampfschifffahrt bedeutete das endgültige wirtschaftliche Fiasko für den Ort. Viele Arnisser wanderten aus.

Wie den Maasholmern, so blieb auch den Arnissern nur die See‑ und Binnenfischerei, allerdings mit erheblichen Lagevorteilen für die Maasholmer. Viele Jahre war Arnis florierender Werftstandort und profitierte insbesondere vom nahegelegenen Marinestützpunkt Olpenitz. Doch beides ist inzwischen Geschichte. Immerhin drei Bootswerften zählt Arnis heute noch, wobei sich jedoch nur die Werft Mathiesen & Paulsen dem traditionellen Bootsbau verschrieben hat und noch immer schöne, klassische Holzyachten baut.

Der rund 500 Einwohner zählende Ort trägt zu Recht den Beinamen „Perle an der Schlei“. Der größte Teil von Arnis erstreckt sich zu beiden Seiten der von Linden gesäumten Langen Straße. Leider ist die Mühle der Kleinstadt abgerissen worden. Die einst typischen Vorbauten, die Erker oder Utluchten sind inzwischen nur noch bei wenigen Häusern zu sehen.

Dennoch bietet Arnis ein in sich geschlossenes historisches Ortsbild, das seinesgleichen sucht. Sturmfluten haben den Bewohnern der flachen Halbinsel immer wieder zu schaffen gemacht. Welchen Ausmaßes die Überschwemmungen gewesen sind, kann man sich ausmalen, wenn man die an einem mit Efeu bewachsenen Haus in der Parkstraße angebrachte Hochwassermarke betrachtet.

Wie die Stadt 1934 zu ihren Stadtrechten kam – ob durch Schildbürgerstreich, Köpenickiade oder korrekten Verwaltungsakt – weiß heute niemand mehr so genau. Zwar hatte sich der damalige Bürgermeister intensiv um die Anerkennung von Arnis als Stadt bemüht, aber eine Stadtrechtsurkunde gibt es nicht. Statt dessen sollen 1934 vom Landratsamt ohne weitere Begründung Dienstsiegel mit der Bezeichnung „Stadt Arnis“ an die Behörden geschickt worden sein – und die wurden natürlich fleißig benutzt.

Noch eigentümlicher ist die Geschichte, die Arnis zum „Bad“ werden ließ. Auf einer Schleifahrt sollen zuständige Verwaltungsbeamte am Badestrand das Schild „Bad“ entdeckt haben und daraus den messerscharfen Schluss gezogen haben, dass es sich um den Ort „Bad Arnis“ handele. Mit Bad war jedoch die Badeanstalt an der Schlei gemeint.

Anfang August zieht das Festival „Musik am Noor“ alljährlich viele Besucher an, die bei musikalischer Untermalung mit Folk, Rock, Jazz, Blues, Dixiland und Swing ein stimmungsvolles Wochenende mit netten Leuten und guter Laune in Arnis verbringen.

Seit Anfang der 1980er Jahre entwickelte sich hier in Arnis der NV.Verlag als Familienunternehmen zum größten Anbieter von Sportbootkarten in Deutschland. Von der Langen Straße aus gingen unsere Seekarten durch ganz Europa bis ins Mittelmeer und auf die andere Seite des Atlantiks in die Karibik oder die Bahamas. Seit Ende 2012 haben wir unser Hauptquartier in großzügigere Räumlichkeiten nach Eckernförde verlegt.

Hafeninformation

Max. Tiefe 2.1 m
Liegeplatz Breite 4 m
Liegeplatz Länge 14 m

Kontakt

Telefon +49 170 8048082
Email Please enable Javascript to read
Webseite https://www.mp-jachtwerft.de

Versorgung

Strom

Wasser

Toilette

Dusche

Restaurant

Kran

Werft

Slipanlage

Müll

Kommentare

Tina.adel, FUNYA II
Gibt netteres, klein, eng und sehr speciel
03.03.2021 19:13

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