Eckernförde Yachthafen SCE

Hafen bei Eckernförde (Borby)

Zuletzt bearbeitet 07.10.2022 um 14:51 von NV Charts Team

Breite

54° 28’ 32.9” N

Länge

9° 51’ 13.3” O

Beschreibung

Kleinstadt am westlichen Ende der Eckernförder Bucht mit Fischerei-, Handels- und Yachthafen sowie einem Bojenfeld.

NV. Hafenlotse

Navigation

Die Anfahrt zu den Häfen von Eckernförde ist Tag und Nacht unproblematisch. Man läuft mit 310° auf die Kirche von Borby zu. Zum Yachthafen des SCE biegt man nach Norden ab, aber erst, wenn man sich von der Mole des Marinehafens genügend Abstand gehalten hat. Nachts ist die Einfahrt beleuchtet. Unmittelbar westlich des Yachthafens befindet sich der Ankerplatz des SVAOE.

Liegeplätze

 Der Yachthafen Eckernförde (Wassertiefe: 2-3 m) ist eine moderne Anlage in der Nähe des Stadtteils Borby mit dem Clubhaus des Segelclubs Eckernförde (SCE). Gäste melden sich beim Hafenmeister in der Geschäftsstelle des SCE an.

Eine weitere Anlegemöglichkeit bietet der Ankerplatz der Segelvereinigung Altona Övelgönne (SVAOE).

Versorgung

Das schöne Städtchen mit Fußgängerzone bietet fast alle Möglichkeiten der Versorgung. Der Yachthafen des SCE (mit Wifi-Anschluss) ist jedoch 1,5 km vom Zentrum entfernt. Direkt an der Holzbrücke gibt es einen Yachtzubehörhandel.

Der Segelclub hat ein beliebtes Restaurant mit Blick auf den Hafen und bietet auch eine Waschmaschine und Trockner.

Dienstzeiten der Hafenmeisterei:
01. April bis 7. Mai
Montag frei
Dienstag - Samstag      8.00 - 12.00     13.00 -17.00
Sonntag                          8.00 - 14.00


7. Mai bis 1. Oktober
Montag frei
Dienstag - Freitag          8.00 - 12.00       13.00 - 17.00
Samstag                          8.00 - 12.00       13.00 - 18.00
Sonntag                           8.00 - 12.00 


1. Oktober bis 31. Oktober
Montag frei
Dienstag - Samstag       8.00 - 12.00       13.00 - 17.00 
Sonntag                           8.00 - 14.00 


01. November bis 31. März
Montag - Freitag             8.00 - 12.00 


Während der dienstfreien Zeiten wenden Sie sich bitte an unser Sekretariat zu folgenden Zeiten:
Montag, Dienstag und Donnerstag
10.00-12.00   und   14.00 -15.00  

NV. Landgangslotse

Als "Tag von Eckernförde" sollte eine Schlacht in die Geschichte Schleswig-Holsteins eingehen, in der Dänen und Schleswig-Holsteiner am 5. April 1849 aufeinander trafen. Unter den sieben angreifenden dänischen Segel- und Dampfschiffen befand sich in der Eckernförder Bucht auch eines der größten Segelschiffe der damaligen Zeit: die "Christian VIII"'. Sie trug 84 Kanonen.

Die siegreichen Dänen boten den deutschen Kanonieren lange Zeit ein sicheres Ziel. Auf der 48 Kanonen tragenden "Gefion" und der "Christian VIll." wurden die Anker zu spät gelichtet, und die von den beiden Batterien aus Eckernförde bald manövrierunfähig geschossenen Segelschiffe konnten von den zu Hilfe gerufenen dänischen Dampfern nicht mehr rechtzeitig aus der Gefahrenzone geschleppt werden, weil auch sie unter schwerem Beschuss der Schanzen standen. Um 13 Uhr hisste der Oberbefehlshaber der "Christian VIII", Paludan, die Parlamentsflagge und versuchte, einen freien Abzug auszuhandeln. Er drohte, andernfalls die Stadt zu beschießen.

Trotz der Drohungen wurde das Gefecht nach einer kurzen Feuerpause fortgesetzt, und die Dänen mussten sich schließlich gegen Abend geschlagen geben. Doch bevor das Schiff an die Schleswig-Holsteiner übergeben werden konnte, kam es nach überlieferten Augenzeugenberichten zu einem erschütternden Erlebnis. Noch während die dänischen Gefangenen das Schiff verließen, fing die auf den Strand getriebene "Christian VIII" Feuer und explodierte in einem gewaltigen Feuerball. Auch schleswig-holsteinische Soldaten und Fischer aus Eckernförde, die versucht hatten, die noch auf dem Schiff befindlichen dänischen Soldaten vor der drohenden Explosion zu retten, verloren ihr Leben. Die Gefallenen wurden in einem Massengrab auf dem Friedhof von Eckernförde beigesetzt. Fast 1000 dänische Soldaten gerieten in Gefangenschaft.

Ausführlich beschreibt das Heimatbuch des Kreises Eckernförde (2. Auflage 1928, 3. Auflage 1972) von Willers Jessen und Christian Kock ein Ereignis, das die Menschen in Eckernförde besonders hart traf: die große Sturmflut von 1872. Ein Sturm am 12. November desselben Jahres entwickelte sich am nächsten Tag zu einem Orkan, der gewaltige Wassermassen in die Eckernförder Bucht trieb. Straßen wurden überflutet und Häuser stürzten ein. Doch plötzlich - obwohl der Sturm nicht nachgelassen hatte - sank der Wasserstand wieder. Das Wasser hatte für kurze Zeit einen Abfluss gefunden, weil der Damm zum Windebyer Noor gebrochen war. Ein damaliger Zeitungsbericht beschreibt die Situation: "Mit furchtbarer Geschwindigkeit weitete sich die zunächst enge Öffnung, und das Wasser schoss in einem gewaltigen Strom in das Noor hinab. Die furchtbare Kraft der Strömung trieb nun die Boote unwiderstehlich fort, und mit großer Spannung verfolgte man ihren Weg und fragte sich, ob sie am Damm vorbeikommen oder zerschellen würden. Es verschlug einem fast den Atem, als ein Boot mit zwei Personen der furchtbaren Strömung folgte. Zum Glück sprangen die Männer rechtzeitig heraus und wurden gerettet. Später fuhr ein größeres Boot mit zwei Fischern hindurch, und auch das kostete keine Menschenleben. In anderthalb Stunden war der ganze Damm weg, und die grauen Wellen mit den weißen Kämmen gingen darüber hinweg."

Als das Noor gefüllt war, stieg das Wasser in den Straßen so hoch, dass die Häuser nur noch mit Booten erreicht werden konnten. Viele Menschen ertranken oder wurden durch einstürzende Häuser getötet. Einzelschicksale wie das folgende wurden in den Zeitungsberichten detailliert beschrieben: Am Strand von Sophienruhe stand eine Hütte, in der der Arbeiter Wegener wohnte. Die Flut stieg so hoch, dass Wegener und seine Frau auf dem Boden des Hauses Zuflucht suchen mussten. Von hier aus blickten sie beide ängstlich in das wilde Element. Die Fluten drückten die Platten aus den Fachwerkwänden und die Möbel schwammen davon. Als der Sessel vorbeischwamm, lehnte sich Wegener aus der Bodenluke, fiel und ertrank, die Frau wurde gerettet."

Keine andere Ostseestadt wurde so oft von Katastrophen heimgesucht wie Eckernförde. Sturmfluten, Hungersnöte, Stadtbrände und die Pest, die während des 30-jährigen Krieges über 500 Eckernförder das Leben kostete, gehörten zu den Schicksalsschlägen für die Stadt im Spannungsfeld zwischen deutschen und dänischen Interessen. Während in Aabenraa unter deutscher Besatzung das Singen von dänischen Volksliedern bei hohen Strafen verboten war (siehe Aabenraa), wurde um 1855 in Eckernförde unter dänischer Herrschaft das Singen des Schleswig-Holstein-Liedes mit mindestens zehn Tagen Gefängnis bestraft. Sowohl auf dänischer als auch auf deutscher Seite schürten solche Verbote jedoch eher das Nationalgefühl.

Eckernförde ist heute kein Paradebeispiel für einen Ort mit viel mittelalterlicher Architektur. Dafür ist es zu oft von Sturmfluten und Bränden heimgesucht worden. Doch was von der Altstadt übrig geblieben ist, ist durchaus sehenswert. Kattsund, Rosengang, Fischerstraße, Pastorengang und Rektorgang haben eine Reihe von denkmalgeschützten Häusern. Wer im Yachthafen anlegt, muss allerdings fast zwei Kilometer laufen, um dorthin zu gelangen. Wer im Außenhafen in der Nähe der Altstadt anlegt, spart sich den Weg, muss aber auch auf alle Annehmlichkeiten des vorgelagerten Yachthafens verzichten.

Wer zudem am Außenhafen entlang läuft, nähert sich der Stadt von ihrer Schokoladenseite. Der Weg in die Stadt führt über den hölzernen Steg, der Innen- und Außenhafen voneinander trennt. Wenn sich die Traditionsschiffe durch die Öffnung der malerischen Klappbrücke "quetschen", ist zwischen den Bordwänden und der Brücke nicht viel Platz - ein Spektakel, für das so mancher sicherheitshalber die Brücke verlässt. Bevor man die Fußgängerbrücke betritt, kommt man am Denkmal des Großen Kurfürsten in der Grünanlage entlang des Ufers von Borby vorbei. Die in Bronze gegossene Statue stand ursprünglich in Pillau, einer Patenstadt von Eckernförde, und steht seit über 33 Jahren auf Vogelsang.

Hier, am Nordufer des Hafens, befand sich die Burg auf dem heutigen Petersberg, unter deren Schutz sich das Städtchen an der Förde entwickelte. Erstmals erwähnt wird die Burg 1197 im Namen des Ritters Godescaceus de ekerenvorde und im Erdbuch von Waldemar (Ykernaburgh = Eichhörnchenburg). Doch im Krieg zwischen König Erich von Pommern und Heinrich IV., Herzog von Schleswig-Holstein, wurde die Burg 1416 völlig zerstört. Wer mehr über die Geschichte der Stadt erfahren möchte, sollte sich einen Besuch im Heimatmuseum am Rathausmarkt nicht entgehen lassen. In den Räumen des ehemaligen Rathauses von Eckernförde wird auch die Seeschlacht von Eckernförde eingehend behandelt. Und weil die Fischerei eine der wichtigsten Erwerbsquellen der Eckernförder war, wird die Geschichte dieses Berufs anhand von Fischereigeräten gezeigt. Im 19. Jahrhundert, der Blütezeit des Fischfangs und der Fischverarbeitung, gab es in Eckernförde mehr als 30 (!) Räuchereien, die auch die Fänge anderer Ostseestädte verarbeiteten.

Die aufkommende "Mode", in der Ostsee zu baden und sich in den Augen mancher Zeitgenossen mehr und mehr "unschicklich" zu entblößen, ließ die Eckernförder Kassen ab Mitte des 19. In den Anfangsjahren dieses Badelebens ging es jedoch meist sehr gesittet zu. Dafür sorgten angemessene Kleidung, Badewagen und -kabinen und die Bademeister, die streng auf die Trennung der Geschlechter achteten. Die historische Badekleidung ist im örtlichen Museum ausgestellt. Die Stadt wurde 1923 offiziell zum Ostseebad erklärt und ist bis heute in den Sommermonaten ein touristischer Anziehungspunkt.

Eine der Sehenswürdigkeiten der Stadt ist die St. Nicolai-Kirche in der Kieler Straße, einer langgestreckten Fußgängerzone. Der eher schlichte Bau birgt im Inneren eine Fülle von Kunstschätzen. Die Ausmalung des Gewölbes stammt aus dem Jahr 1578, das bronzene Taufbecken wurde zehn Jahre später angefertigt. Hans Gudewerdt der Jüngere, ein bedeutender Holzschnitzer des Barocks, schuf 1640 den Altar. Unter den Fliesen dieser Kirche fand der berühmte Alchemist St. Germain nach einem Leben voller Abenteuer in ganz Europa seine letzte Ruhestätte (siehe auch Fleckeby). An die Pest, die mehr als 500 Menschen aus Eckernförde das Leben kostete, erinnert das 1632 entstandene "Sündflutbild" im südlichen Seitenschiff der St. Nicolai-Kirche.

Der älteste Teil der Borbyer Kirche auf der Fischerkoppel stammt aus dem 12. Aus der gleichen Zeit stammt das in Granit gehauene Relief über dem Südportal. Eine Besonderheit ist der romanische Taufstein aus Gotland aus dem 13. Jahrhundert.

Im Kurpark zwischen Preußerstraße und Südstrand erinnert eine Nachbildung der Galionsfigur der dänischen Fregatte "Gefion" an die Seeschlacht von Eckernförde. Hier befindet sich auch das überdachte Meerwasserwellenbad. Neben der Stadthalle, die etwas nördlich des Hallenbades liegt und wo im Sommer zahlreiche Musik- und Theateraufführungen stattfinden, sind Steinplatten im Schachbrettmuster für das Spiel der Könige ausgelegt worden. Überdimensionale Schachfiguren werden von den Spielern auf den großen Schachfeldern bewegt. Wer das Bedürfnis verspürt, sich in einen Sessel zu setzen und eine Weile zu lesen, findet im Rathaus die dafür vorgesehenen Kurräume. Zahlreiche Sitzgelegenheiten in den großzügigen Bibliotheksräumen ermöglichen es, in Ruhe Bücher auszuwählen.

Direkt am Strand südlich des Stadthafens befindet sich das Ostsee-Info-Center 'OIC', in dem nicht nur die kleinen Crewmitglieder in die spannende Welt unter Wasser eintauchen können. Von der Küstenlandschaft bis in die Tiefe wird hier das vielfältige Leben im Meer im großen Berührungsbecken und anderen Aquarien anschaulich und erlebbar dargestellt. Darüber hinaus werden unter dem Motto "Meer erleben..." weitere Erlebnisprogramme angeboten.

Der Wanderweg am Windebyer Noor westlich des Hafens eignet sich für Spaziergänge. Über die Noorstraße, die am Ende des Binnenhafens zur Bundesstraße 76 führt, gelangt man zu diesem Wanderweg. Am sehenswerten Umweltinformationszentrum befindet sich auch die wohl größte deutsche Fangstation für Eichhörnchen. Zeitweise werden hier bis zu 160 dieser putzigen Tiere in großen Käfigen gehalten, medizinisch versorgt und anschließend wieder ausgewildert. Empfehlenswert ist auch eine Wanderung zu den Altenhofer Klippen am Südufer über die Promenade und den Südstrand. Der SCE-Hafen ist ein guter Ausgangspunkt für eine Wanderung zum Strand von Hemmelmark am Nordufer der Bucht. Das Bundeswehrgelände auf dem ersten Abschnitt dieser Wanderung ist allerdings keine Augenweide.

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Hafeninformation

Max. Tiefe 3 m

Kontakt

Telefon +49 4351 879187
Email Please enable Javascript to read
Webseite https://www.segelclub-eckernfoerde.de/

Versorgung

Strom

Wasser

Toilette

Restaurant

Kran

Internet

Slipanlage

Müll

Kommentare

Olafguelzow, Mistral II
Alles gut. Leider sind die Liegegebühren auch hier gestiegen. Strom extra. Sehr sauber. Toll mit Hund. Mini Hundestrand gleich nebenan. Direkt gegenüber ein Wald für Spaziergang. Immer wieder gerne.
20.08.2022 17:35
Fwildenradt, Chiara
12.07.2022 11:11
Jscheidt, NV Charts
12.07.2022 08:23
Fkmarburg
Toller ruhiger Hafen. Saubere Sanitäranlagen, gutes Restaurant. Schöner Grillplatz mit Pavilon und großem Grill sowie Kinderspielplatz vorhanden. Fußläufig weitere gute Restaurants und Cafés zu erreichen. Laufweg in die Stadt führt schön am Wasser entlang (ca. 15 Minuten gemütliches Gehen). Gastfahrräder können kostenlos beim Hafenmeister gemietet werden.
03.06.2022 23:08
arnimkrueger, Elwood
26.06.2020 19:57

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