Hals

Hafen bei Hals

Zuletzt bearbeitet 22.06.2021 um 10:57 von NV Charts Team

Breite

56° 59’ 29.8” N

Länge

10° 18’ 22.3” O

Beschreibung

Beliebter Lotsen- und Fischereihafen am Ostausgang des Limfjords.

NV. Hafenlotse

Navigation

Die Ansteuerung des befeuerten Hafens ist Tag und Nacht möglich. Wegen der starken Hafenbeleuchtung ist es nachts schwierig, das kleine Sektorenrichtfeuer an der Mole auszumachen. Einlaufend in den Hafen ist mit starkem querlaufendem Strom zu rechnen.

Liegeplätze

Gäste finden gute Liegemöglichkeiten im inneren Teil des Hafens auf freien Plätzen oder an der Innenseite der südwestlichen Mole vor. Die beiden Mittelbrücken können an der Südseite durch Schwell etwas unruhig sein. Die Wassertiefen liegen bei 3-4 m. Die Liegeplätze der Lotsen im südöstlichen Teil des Hafens dürfen von Yachten nicht genutzt werden. Der neue Hafen östlich des Fischereihafens ist überwiegend mit heimischen Kleinbooten belegt.

Versorgung

Am empfehlenswerten, gastlichen Hafen gibt es neben guten Sanitäranlagen auch einen Reparaturservice, Brennstoff, Geschäfte und Restaurants. Weitere gute Einkaufsmöglichkeiten findet man im 500 m entfernten Zentrum von Hals (Fährverbindung über den Limfjord nach Egense, Busverbindung nach Aalborg).

NV. Landgangslotse

Hals, das Tor zum Limfjord (siehe NV. Sportschiffahrtskarten Serie 9) mit seinen beeindruckenden befeuerten Baken, ist bei vielen Sportschiffern als Durchgangsstation beliebt. Die Popularität dürfte nicht zuletzt auf die guten Versorgungsmöglichkeiten des Fähr‑ und Fischerstädtchens am östlichen Ausgang des Limfjordes zurückzuführen sein. Vier Restaurants in Hafennähe, ein Schiffsausrüster und Lebensmittelläden gehören zu den Geschäften der 2600 Einwohner zählenden Kleinstadt mit dörflicher Atmosphäre, in der es im Sommer zu lebhaft zugeht, um hier länger als einen Tag zu bleiben. Am regen Saisonbetrieb hat das große Ferienhausgebiet längs des schönen Sandstrandes seinen Anteil. Außerdem ist der Hafen unruhige „Weggabelung“ für mehrere Reiseziele: Neben Skagen, Læsø oder Anholt zählt der Limfjord dazu, der besonders bei einer längeren Schwerwetter-Phase eine reizvolle Alternative zu den Häfen an der Küste Nordjütlands darstellt.

Die augenfälligste Sehenswürdigkeit von Hals steht am Marktplatz: Die haushohen Kieferknochen eines „Boryvalus“‑Wales. Die überaus mächtigen Knochen entstammen einem Wal, der im Jahr 1868 von Kapitän Klitgaared und seinen Männern im nördlichen Eismeer erlegt wurde.

Über viele Jahrhunderte war Hals ein herausragender strategischer Ort. Hier wurden die Limfjord‑Zölle erhoben und hier versuchte man, feindliche Flotten am Passieren der Enge in den Limfjord zu hindern. Die Kanonen auf der Schanze von Hals nördlich des Hafens sicherten den Eingang des Fjordes. Von der 1848 geschleiften Festung, die Hals auch von Land aus zu einem schwer einnehmbaren Ort machte, ist heute nur noch das Pulvermagazin und das Zeughaus zu sehen. Das hier eingerichtete Museum beherbergt unter anderem die Waffen und Uniformen aus den alten Tagen der einstigen Festungsstadt. Auch das Handwerk und die Entwicklung der bäuerlichen Kultur zählen zu den Themen der lokalgeschichtlichen Ausstellung.

Christian IV. veranlasste den Bau der Schanze, starb jedoch vor deren Vollendung. 1657 wurde sie von Frederik III. fertiggestellt und noch im gleichen Jahr von den Schweden eingenommen. Bei einem erneuten schwedischen Angriff im Jahr 1659 verteidigten die Dänen Hals jedoch erfolgreich.

Mit der Fertigstellung der Festung wurde die aufstrebende Stadt Zollstelle für die ein‑ und auslaufenden Schiffe des Limfjords. Als die Zollstelle 1905 nach Aalborg wechselte, stagnierte die wirtschaftliche Entwicklung in Hals, wo es schon zu Wikingerzeiten eine Fährverbindung zum gegenüberliegenden Egense gegeben haben soll und heute eine stark frequentierte Auto‑Fähre Touristen und Einheimische zum anderen Ufer des Fjords übersetzt. Hals ist noch immer Lotsenstation.

In der Geschichte taucht der Name des jütländischen Städtchens zum ersten Mal im Jahr 970 auf, als sich der norwegische König Harald Graafeldt (Graufell) und der Enkel von König Gorm dem Großen, Guld‑Harald (Gold‑Harald) hier zu einem „friedlichen Gespräch“ trafen, das im Streit endete. Gold‑Harald beendete das Gespräch, indem er König Graufell erschlug. Der Straßenname Nordmandshage (Norwegerkinn) soll in Anspielung auf das zu weiche Kinn des Norwegers entstanden sein.

Bei Ausflügen in die Umgebung, empfiehlt sich der Besuch Aalborgs, 15 Kilometer westlich von Hals. Nordjütlands größte Stadt, von den Wikingern an der engsten Stelle des Limfjords gegründet, bietet eine Reihe von kulturellen Erlebnissen:

Nordjütlands Kunstmuseum in der Kong Christian Allee 50, das Historische Museum von Aalborg in der Algade, der Aalborg‑Turm im Syder Skovvej (Ausblick aus einer Höhe von 105 Metern über dem Meeresspiegel), das Technische Museum im Riihimäkivei 6, das Wasserland Aalborg im Vandmanden 5 (Subtropisches Schwimmparadies mit Rutschbahnen, Solarium, Sauna und Dampfbad), das Tivoli‑Land im Karolinelundsvej mit allein 15 Restaurants und Imbißständen sowie der Aalborg Zoo im Mølleparkvej. Die Limfjordbahn, ein Veteranenzug, fährt an Sonntagen in der Zeit vom 18. Juni bis 3. September vom Aalborger Bahnhof bis zum Gröndlandhafen.

Zu den beeindruckendsten Sehenswürdigkeiten Nordjütlands zählt „Lindholm Hoje“ unmittelbar nördlich von Aalborg. Es ist der größte Begräbnisplatz des Nordens aus der germanischen Eisen‑ und Wikingerzeit. Rund 700 Gräber, davon 150 Schiffssetzungen, umfasst die Beerdigungsstätte, die das ganze Jahr über zugänglich ist. Die ältesten Gräber stammen aus dem 5. Jahrhundert, die jüngsten etwa aus dem Jahr 1000. Ein Museum auf dem Gelände informiert über die Entstehung der Gräber und die Begräbnisriten.

Hafeninformation

Max. Tiefe 4 m

Kontakt

Telefon +45 9825 9370
Email Please enable Javascript to read
Webseite http://www.halsbaadelaug.dk

Versorgung

Strom

Wasser

Toilette

Dusche

Restaurant

Imbiss

Geldautomat

Internet

Tanken

Einkaufen

Werft

Slipanlage

Öff. Verkehr

Fahrräder

Müll

Kommentare

Hawe.klein, Chickadee
21.06.2021 09:23

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