Gershøj/Selsø

Hafen bei Gershøj

Zuletzt bearbeitet 16.07.2022 um 19:21 von NV Charts Team

Breite

55° 43’ 0.5” N

Länge

11° 58’ 46.6” O

Beschreibung

Kleiner Fischer- und Sportboothafen am südwestlichen Ufer des Roskilde-Fjords.

NV. Hafenlotse

Navigation

Die Ansteuerung des Hafens ist für Ortsunkundige nur tagsüber zu empfehlen. Von der Untiefentonne „Ægholm“ steuert man mit westlichem Kurs zur bezeichneten Passage beim „Nørre Rev“. Die Betonnung und das kleine Feuer sind schwer auszumachen, da sie von Stellnetzen umsäumt sind. Hinter der Rinne mit einer Solltiefe von 4 m steuert man mit 330° den Hafen an.

Liegeplätze

Das kleine Hafenbecken ist sehr stark mit einheimischen Booten belegt. Bei ruhigem Wetter kann man allerdings gut an der Außenseite der östlichen Mole auf 2 m Wassertiefe festmachen.

 

Versorgung

Der gemütliche Hafen bietet einfache Sanitäranlagen und begrenzte Versorgungsmöglichkeiten.

NV. Landgangslotse

Dieser winzige Hafen mit 1,5 Meter Wassertiefe ist leider meistens belegt, so daß Gäste entweder bei einem Kutter längsseits gehen oder die bei starkem Ostwind ungemütliche Außenmole nutzen müssen. Die Netze und Boote der Freizeitfischer bestimmen das Bild rund um die wenigen Liegeplätze ebenso wie der „Gershøj Kro“, dessen Gäste einen hervorragenden Blick über Hafen und Fjord genießen.

Auch das kleine, an einer Anhöhe gelegene Dorf mit einer Reihe von alten Reetdachhäusern und einer schönen Kirche läßt an Beschaulichkeit nichts zu wünschen übrig. Die alten Strukturen sind besser erhalten als in den meisten Orten an Roskilde- und Isefjord mit den oft überdimensionierten Ferienhausgebieten. Eine Tankstelle und ein Kaufmannsladen sind vorhanden.

Sehenswert ist das ausgesprochen gepflegte Gut Krabbesholm, zwei Kilometer nordwestlich von Gershøj gelegen. Besonderheit des Herrenhauses und seiner Nebengebäude sind die fast schwarzen, wie lackiert wirkenden Dachpfannen, die das Dach unter Sonneneinwirkung als hochglanzpolierte Fläche erscheinen lassen. Das Gut befindet sich in Privatbesitz und kann leider nur von der Straße aus betrachtet werden.

Selsø, eine traumhaft schöne Ankerbucht mit einem kleinen Steg, ist eines von den Zielen, die man gemeinhin als „echten Geheimtip“ bezeichnet. Da es jedoch Nahziel für die Roskilder Segler ist, müssen wir das „Geheim“ leider streichen. Ein Drei-Sterne‑Tip für Ankerlieger bleibt es trotzdem ‑ und deutsche Sportschiffer wird man selten in der Bredvig, nördlich von Gershøj, antreffen.

Nördlich der Bucht trennt ein schmaler Straßendamm die Bucht vom Selsø-See, einem unter Naturschutz stehenden, schilfbestandenen Gewässer, das vielen Vögeln als Brutstätte dient.

Über dem See erhebt sich die Kirche von Selsø (einen Kilometer vom Steg entfernt) und weitere 300 Meter östlich, auf dem Landvorsprung Hornsherred, steht eines der ältesten Rittergüter Dänemarks, das 1973 restaurierte Schloß Selsø. Es ist an Wochenenden und Werktagen (13‑17 Uhr) zu besichtigen und enthält Dänemarks älteste Herrensitzküche, ein mit Holzbänken ausgestatteter Kaminraum. Der Rittersaal und die benachbarten Zimmer sind noch so beschaffen, wie sie im Jahr 1730 eingerichtet wurden. Andere Räume sind seit 1800 unverändert geblieben, was daran liegen mag, daß seit über 170 Jahren keine „Herrschaft“ mehr auf Schloß Selsø gewohnt hat. Marmorierte Wandpaneele von 5 Metern Höhe, große Versailles‑Spiegel, französische Tapeten und riesige Gemälde von Henrik Krock zählen zu der alten Einrichtung. Den Kontrast bilden karge Dienstbotenkammern. Alte Haus- und Landwirtschaftsgeräte sind im Keller ausgestellt. Und im Portalhaus ist ein früheres Verließ zu sehen, in das man einst aufsässige Bauern sperrte.

Die bereits genannte Kirche kann ebenfalls besichtigt werden. Zu ihren Sehenswürdigkeiten gehört eine Altartafel aus dem Jahr 1605 mit Adelswappen.

Bevor man sich wieder zu seinem Boot begibt, sollte man noch durch den schönen Park des Schlosses wandeln – und wenn Zeit ist, einen Blick in die Galerie Selsø, einen Kilometer nördlich der Kirche, werfen.

Rund um die Selsø‑Ankerbucht stehen nur wenige Häuser. Wer sich versorgen will, muß sich ins zwei Kilometer westlich gelegene Dorf Skibby begeben.

Hafeninformation

Max. Tiefe 2 m

Kontakt

Telefon +45 4752 8545

Versorgung

Strom

Wasser

Toilette

Dusche

Restaurant

Öff. Verkehr

Müll

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