Karnin

Hafen bei Usedom

Zuletzt bearbeitet 24.01.2023 um 11:56 von Tobias , Kunzerbunt

Breite

53° 50’ 42.6” N

Länge

13° 51’ 21.2” O

Beschreibung

In der Nähe der weitgehend zerstörten Karniner Hubbrücke gibt es vier Anlegemöglichkeiten: Karnin auf der Usedomer Seite, Marina Karnin und Karnin Haffschänke sowie Kamp am Südwestufer.

NV. Hafenlotse

Navigation

Die Anfahrt ist tagsüber unproblematisch. Allerdings sind die gesprengten Brückenpfeiler zu beachten. Nachts ist der Einsatz von Scheinwerfern unerlässlich. Westlich der Brückenreste überspannt eine Hochspannungsleitung (H=27m) das Fahrwasser.

Liegeplätze

In der Nähe der weitgehend zerstörten Karnin-Hubbrücke gibt es mehrere Anlegemöglichkeiten:


KARNIN: Kleine Behörde und Yachthafen östlich der Brücke bleibt bestehen. Es gibt keine festen Liegeplätze. Yachten nutzen den NE-Kai, wo die Wassertiefe 1,3 - 1,8m beträgt; die Westmole ist für Behördenboote reserviert.

MARINA KARNIN befindet sich NW. Man liegt zwischen Heckpfählen in 2,6m Wassertiefe. Es gibt moderne Sanitäranlagen.

KARNIN / "Haffblick": Sehr kleiner Hafen in der Nähe des alten Stellwerks, 300m südöstlich der Brückenreste mit 0,9m Wassertiefe. Wasser und WC sind in der Gaststätte vorhanden.

Versorgung

Die idyllische Umgebung lädt zu langen Spaziergängen ein. Sie können auch entlang des alten Bahndamms spazieren gehen.

Ein schöner Spielplatz befindet sich vor dem Büro.

NV. Landgangslotse

Der Yachthafen von Karnin, ein landschaftlich reizvoller Ort, hat sich einen gewissen Charme aus vergangenen Tagen bewahrt. Außerdem ist hier absolute Ruhe garantiert, solange die Brückenverbindung zum anderen Ufer nicht wiederhergestellt ist. Die 600 m lange Hebebrücke von Karnin, die einst als technisches Wunderwerk gefeiert wurde, wurde in den letzten Tagen des Zweiten Weltkriegs von einem SS-Kommando gesprengt und nie wieder aufgebaut. Die Brücke war Teil einer Hochgeschwindigkeits-Eisenbahnverbindung von Berlin nach Swinemünde (Swinoujscie). In Swinemünde wurden die Wagons mit Fähren an die schwedische Küste transportiert.

Nur das riesige eiserne Hebewerk in der Mitte des Stroms blieb zusammen mit dem Brückenwärterhaus als "technisches Denkmal" erhalten. Es dauerte drei Minuten, um den Hubteil der Brücke um 25 Meter anzuheben. Die Plattform mit dem Gleis wurde ein letztes Mal angehoben, bevor die anderen Brückenteile gesprengt wurden, und steht heute noch in dieser Position.

Spätere Pläne, das eiserne Monstrum zu entfernen, scheiterten, weil Turmfalken die Brücke als Nest für sich entdeckt haben. Es soll 15 Paare geben, die hier ungestört vom Menschen ihrem Brutgeschäft nachgehen.

Heute rollt der Verkehr über die wenige Kilometer entfernte Zecherinbrücke. Eine Eisenbahnbrücke nach Usedom gibt es jedoch nicht. Waggons werden nur mit der Fähre über die Trajektverbindung im Wolgaster Hafen auf die Insel gebracht.

Die einst größte Eisenbahnhubbrücke Mitteleuropas wurde in einem speziellen Nietverfahren von einer Firma aus Frankfurt/Oder gebaut, die auch das Schiffshebewerk Nieder-Fienow (siehe: Oder-Havel-Verbindung) und die berühmte Golden Gate Bridge schuf.

Karnin wird wohl so schnell keine neue Brücke bekommen, auch weil Swinemünde inzwischen polnisch ist und der Fährverkehr nach Schweden über andere Achsen (Warnemünde) läuft. Auf jeden Fall bescheinigen Experten dem alten Brückenrest einen ausgezeichneten Zustand. Theoretisch könnte sie wieder in Betrieb genommen werden.

Aus den Zeiten, als die landesweit für ihre Schnelligkeit bekannte Eisenbahn über die Brücke donnerte, stammt noch das Bahnwärterhäuschen am Brückendamm.

Dieses Haus in Hafennähe leidet zwar unter "Altersschwäche", ist aber allein schon durch seine Fachwerkbauweise ein beeindruckendes Gebäude an der ehemaligen Bahnstrecke von Berlin nach Swinemünde.

Das Stellwerk des Dorfes ist das zweite Bauwerk, das an lebendigere Zeiten in Karnin erinnert. Am heute noch existierenden Stellwerk wurden einst Fahnen gehisst, um sich mit den Seeleuten zu verständigen.

Am Fuße des Hügels beim Turm kann man in Walter Genz' Restaurant einkehren - ein Gasthaus mit Kaffeegarten direkt am privaten Kleinboothafen. Einheimische und Ortskundige legen hier auch direkt an, wenn der Tiefgang des Bootes es zulässt. Ortsunkundige sollten es nicht versuchen.

Das 300 m weiter östlich gelegene Dorf Mönchow hat zwei Sehenswürdigkeiten zu bieten: eine Kirche und ein sehr beeindruckendes Mausoleum auf dem Friedhof gegenüber der Kirche. Das imposante Mausoleum ist eine um die Jahrhundertwende angelegte Begräbnisstätte für die einflussreiche Familie C. Dannefeld, umgeben von einem kunstvoll geschmiedeten Eisenzaun. Der Zaun ist halb verrostet, der kleine Garten verwildert und auch am Mausoleum hat der Zahn der Zeit genagt. Aber das kleine Grabhaus mit seinen architektonischen Spielereien ist immer wieder sehenswert.

Die beiden kleinen Ortschaften Karnin und Mönchow haben keinen Pfarrer mehr. Das Gotteshaus wird von Usedom aus betreut. Wenn Sie Glück haben, finden Sie eine Gelegenheit, die kleine Kirche zu besuchen, wenn der Pastor aus Usedom Mönchow betreut oder hier eine Predigt hält.

Der kleine Hafen Kamp, gegenüber von Karnin, wird seit 1995 von einem Verein betrieben. In der Sommersaison finden hier jährlich kleinere Feste statt. Ansonsten bietet die Umgebung des Fischerdorfes Landschaftsidylle mit Blick auf die Brückenruine.

Zecheriner Brücke: An der Zecheriner Brücke befindet sich auf der Usedomer Seite eine Rohrweberei mit einem kleinen Privathafen. Dort werden u.a. Schattenspender und Gipsunterlegmatten für Kindergärten hergestellt. Der Hafen eignet sich nur für kurze Aufenthalte, zum Beispiel um zu sehen, wie die Schilfrohrprodukte in Handweberei hergestellt werden.

Hafeninformation

Max. Tiefe 2.5 m

Kontakt

Telefon +49 1704776366
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Webseite https://www.marina-karnin.de

Versorgung

Strom

Wasser

Toilette

Dusche

Imbiss

Fahrräder

Müll

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