Waase

Hafen bei Ummanz

Zuletzt bearbeitet 22.06.2021 um 11:48 von NV Charts Team

Breite

54° 27’ 20.5” N

Länge

13° 10’ 43.7” O

Beschreibung

Kleiner Anleger im Süden der Insel Ummanz.

NV. Hafenlotse

Navigation

Die Ansteuerung ist nur tagsüber zu empfehlen. Ab Tonnenpaar 61 und 62 des Hiddensee-Fahrwassers steuert man mit 065° in Richtung der mit Pfählen gekennzeichneten Rinne. In kurzen Abständen stehen die Pfähle an der Steuerbordseite der Rinne. Richtungsänderungen in der Zufahrt sind beidseitig durch Pfähle gekennzeichnet.

Liegeplätze

Der 45 m lange und gut befestigte Kai ist Betriebsgelände. Gäste finden hier mit Genehmigung der Eigentümer in sehr begrenzter Zahl Liegeplätze. Die Arbeit der Fischer darf jedoch nicht beeinträchtigt werden. Am Anleger beträgt die Wassertiefe 1 – 1,5 m.

Versorgung

Eine Toilette und Trinkwasseranschluss sind bei den Fischern vorhanden. Eine Gaststätte befindet sich am Anleger und weitere Versorgungsmöglichkeiten  unmittelbar nördlich des Anlegers.

Eine kleine Kirche zählt zu den Sehenswürdigkeiten des Ortes; ihr Altar stammt aus dem 15. Jahrhundert.

NV. Landgangslotse

Wer in Waase pünktlich anlegt, kann noch zum Abend-Gottesdienst gehen. Nur wenige Schritte vom Liegeplatz entfernt liegt die Dorfkirche. Ob der Pastor für seine Predigt in Hochform ist, können wir nicht versprechen. Aber dass die Dorfkirche von Waase ein sehenswertes historisches Gebäude ist, steht außer Frage. Um 1450 ist sie an der Stelle eines noch älteren Gotteshauses errichtet worden, wobei die Fachwerkwände des Schiffes erst im 16. Jahrhundert entstanden sein sollen. Ein einziger stämmiger Holzbalken stabilisiert die hölzerne Decke der Kirche. Die spätgotischen Wandmalereien sind um 1930 freigelegt worden. Es wird angenommen, dass sie aus der Zeit kurz nach der Fertigstellung der Kirche stammen.

Der in Antwerpen gefertigte Schnitzaltar gilt als eine „Dreisterne Sehenswürdigkeit“. Im 16. Jahrhundert schmückte er noch die Stralsunder Nikolaikirche, danach die Heiliggeistkirche und wurde um 1710 schließlich nach Waase transportiert. Die Gemeinde gehörte damals der Stadt Stralsund. Neben der Kreuzigung Christi zeigen die Schnitzereien den Schwur König Heinrich II. und den Tod Thomas Becketts. Der figurenverzierte zwölfarmige Kronleuchter stammt aus dem 15. Jahrhundert. Vor der Kirche steht der wuchtige, hölzerne Glockenstuhl des Gotteshauses.

Auch ohne die schöne Dorfkirche zählt Waase auf Ummanz zu den besonders ansprechenden Reisezielen um Rügen. Die dünn besiedelte Insel  besticht vor allem durch ihre landschaftlichen Reize, die dazu verlocken, das Klappfahrrad herauszuholen und die flache Gegend zu erkunden. Die Fahrt führt an großflächigen Weiden mit grasenden Pferdeherden und Schilffeldern vorbei, in denen hier und da ein Schifferkahn liegt.

Suhrendorf, Wusse, Haide und Freesenort heißen die übrigen kleinen Siedlungen auf der Insel, die erst 1901 durch die 250 Meter lange, niedrige Brücke mit dem Festland verbunden wurde. Bis dahin lebten die Ummanzer in ähnlicher Abgeschiedenheit von der Hauptinsel wie die Mönchguter im Südosten (siehe Gager). Nur wenige hundert Einwohner sollen es über viele Jahrhunderte gewesen sein. Mehr als etwa 1000 Einwohner zählt Ummanz immer noch nicht, ist aber mit fast 20 km² etwa so groß wie die beliebte Urlaubsinsel Hiddensee, die von einer kleinen Anhöhe am Strand beim Suhrendorfer Campingplatz zu sehen ist. Um Aussichtspunkte ist es schlecht bestellt. Nur 5m hoch ist die höchste Erhebung nördlich von Haide.

Zusammen mit der südlich von Ummanz vorgelagerten Insel Heuwiese bildet Freesenort ein Naturschutzgebiet, das zum Nationalpark Vorpommersche Boddenlandschaft gehört und Brutgebiet für eine Vielzahl von Vogelarten ist. Ebenfalls unter Naturschutz stehen die hohen Pappeln von Freesenort. Sie dienen den vom Strelasund kommenden Schiffen als Landmarke. In der alten Küsterei in Waase, gleich bei der Brücke gelegen, befindet sich ein Informationszentrum des Nationalparks.

Die angenehm unauffällige Brücke von Waase nach Mursewiek trennt „Die Breite“ vom Koselower See und ermöglicht Ausflüge über die Halbinsel Lieschow nach Gingst, dem zwar kleinen aber dennoch größten Dorf in der Gegend. Hier ist vor allem der Besuch des Museums zu empfehlen, in dem die Arbeitsgeräte der Bauern und der früheren Handwerksberufe ebenso gezeigt werden wie alte Haushaltsgegenstände. Besonders lohnt die Ausstellung über das Weberhandwerk im Gingster Efeuhaus den Besuch. Die um 1300 erbaute Dorfkirche wurde durch einen Brand im 18. Jahrhundert vernichtet. In barockem Stil und mit ebensolcher Einrichtung wurde sie danach wieder aufgebaut.

Hafeninformation

Kontakt

Versorgung

Strom

Wasser

Toilette

Einkaufen

Fahrräder

Müll

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