Kappeln - Werft Stapelfeldt

Hafen bei Kappeln

Zuletzt bearbeitet 14.08.2023 um 10:33 von Ulrich, Aquaria

Breite

54° 40’ 15.8” N

Länge

9° 56’ 22.6” O

Beschreibung

Ländliche Liegeplätze, bei den beide Werften, in fussläufiger Distanze von Kappeln.

NV. Hafenlotse

Navigation

Da das Schleifahrwasser bis Kappeln befeuert ist, sind die Liegeplätze auch nachts anzulaufen. Achtung: Beim Ansteuern der Liegeplätze quer zum Fahrwasser ist auf die Strömung zu achten. Erhöhtes Verkehrsaufkommen während der Brückenöffnung (jeweils 15 Minuten vor der vollen Stunde, von 5:45 bis 21:45 Uhr).

 

 

Liegeplätze

Gäste finden Plätze auf 2- 3m Wassertiefe in den beiden Yachthäfen der Bootswerften Stapelfeldt und Henningsen & Steckmest.

Versorgung

Werftservice mit Slip bis 30t und Mastenkran. Weitere Versorgungsmöglichkeiten in Kappeln (ca. 500m).

NV. Landgangslotse

Hier haben die Sportschiffer alle Stunde Vorfahrt vor den Autofahrern, wenn die 2003 erbaute Klappbrücke in Betrieb gesetzt wird. Das Hafenbild wird außerdem von alten Silos und der letzten Fischräucherei Kappelns mitbestimmt. Auf den drei Räuchereischornsteinen ist mit den Buchstaben „A A L““ für jeden von weitem zu lesen, was hier außer Sprotten, Heilbutt und Makrelen geräuchert wird.

Gleich neben der Brücke besitzt die Stadt etwas in Europa Einmaliges: Den letzten noch völlig intakten Heringszaun. Solche Zäune vereinfachten früher den Heringsfang erheblich, doch eisreiche Winter zerstörten immer wieder das Geflecht und moderne Fangmethoden setzten sich mit den Jahren durch. Der stets instand gehaltene Kappelner Heringszaun soll aus dem 15. Jahrhundert stammen. Zum Leidwesen der Segler sorgten diese Fangzäune aber nicht nur für den täglichen Fisch auf dem Tisch, sondern auch für so manche Versandung der Schlei. Heringe werden trotz sinkender Wasserqualität noch immer massenweise aus der Schlei gefischt, wie an den Speisekarten der Gaststätten unschwer abzulesen ist. Wer von Heringen nicht genug bekommen kann, dem seien die Kappelner Heringstage empfohlen, ein alljährliches Stadtfest, das sich über vier Tage ab Himmelfahrt erstreckt.

Wegen der geschützten günstigen Lage zur Ostsee war Kappeln einst ein florierender Handels­- und Fischereihafen, der im 18. Jahrhundert seine Blütezeit erlebte. In der Hauptsache wurden landwirtschaftliche Produkte aus Angeln und Schwansen hier verladen. Betriebsam geht es jeden Sommer in der Fußgängerzone zu, wo zahlreiche Touristen ihren Einkaufsbummel machen. Daneben gibt es in der Innenstadt aber auch enge Gassen und Treppen sowie geschmackvoll restaurierte alte Häuser.

Zu den Sehenswürdigkeiten der Stadt zählt die in holländischer Bauart nach einem Brand wiederaufgebaute, 30 Meter hohe Mühle, die zusammen mit der Nikolaikirche die Stadt überragt. Die Kappelner Mühle ist die höchste in Schleswig Holstein.

Das ursprünglich 1888 errichtete massive Bauwerk wurde vom damaligen Besitzer so hoch geplant, damit die die Mühle umgebenden Bauten den Wind nicht abdecken konnten. Immerhin leistete das Flügelkreuz des neunstöckigen Gebäudes bei einem Durchmesser von 23 Metern 80 Pferdestärken. In der windreichen Zeit wurde mit der Windkraft nicht nur Korn gemahlen, sondern auch Holz gesägt. Erst 1964 standen die Flügel der Mühle still. Die Mühlenkonzerne hatten die Leistungen der kleinen Mühlen aufgekauft, und die Müller mussten sich im Gegenzug dazu verpflichten, kein Mehl mehr herzustellen. Das große Mühlensterben begann. Von den 15 Windmühlen, die früher vom Rundgang der Kappelner Mühle aus zu sehen waren, gibt es nur noch wenige.

Heute ist im ersten Obergeschoss das Fremdenverkehrsbüro der Stadt untergebracht. Das Trauzimmer im dritten Obergeschoss ist mittlerweile so bekannt, dass sich dort Paare aus der gesamten Bundesrepublik das Ja-Wort geben. Außerdem dient das historische Gebäude wechselnden Ausstellungen.

Zwei weitere Sehenswürdigkeiten der Stadt liegen am Kai südlich der Klappbrücke dicht beisammen: Der Museumsbahnhof und der Museumshafen. Die Angelner Dampfeisenbahn fährt von hier aus auf ihrer Hausstrecke nach Süderbrarup. Schon die schöne Landschaft zwischen Kappeln und Süderbrarup lohnt die Fahrt in den alten Dampflokwagen. Als Sportschiffer wird man sich den Besuch des noch jungen Museumshafens sicherlich nicht entgehen lassen.

Vermutlich entstand Kappeln zur Wikingerzeit um 900. Urkundlich wird die Siedlung das erste Mal im Zusammenhang mit einer dem heiligen Nikolaus geweihten Kapelle erwähnt, der Vorläuferin der heutigen Nikolaikirche. Von der Kapelle leitet sich auch der Name Kappeln ab.

Die zwischen alten Häusern hoch aufragende, mächtige Nikolaikirche ist im Inneren von einem kolossalen klassizistischen Baustil geprägt. Bescheiden wirkt dagegen das Schmuckstück der Kirche, ein Seitenaltar von Hans Gudewerth dem Jüngeren aus dem Jahr 1641.

Hafeninformation

Max. Tiefe 3 m

Kontakt

Telefon +49 4642 4634
Email Please enable Javascript to read
Webseite http://www.yacht-bootswerft-stapelfeldt.de

Versorgung

Strom

Wasser

Toilette

Dusche

Kran

Einkaufen

Werft

Slipanlage

Müll

Kommentare

Christian Bollin, Sargesse
Ist ein Werfthafen, schön idyllisch, WC und Dusche sauber, man sollte aber keinen Marina Standard erwarten. Bei Ostwinden steht bemerkbarer Strom ( ähnlich im Stadthafen), wobei ein Wendemanöver im Innebereich bei voller Belegung besser in Rückwärtsfahrt werfolgen sollte. Weg zur Stadt ca. 20 min.
31.03.2023 10:33
Thomas , Stornok
26.02.2023 15:01
Vindö 32, JAN
Falls ein Platz frei ist… sehr schön.
02.12.2022 17:14

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