Rønne Havn

Hafen bei Rønne

Zuletzt bearbeitet 22.06.2021 um 11:59 von NV Charts Team

Breite

55° 6’ 0.6” N

Länge

14° 41’ 37.4” O

Beschreibung

Hauptstadt der Insel Bornholm mit einem großen Fähr- und Handelshafen sowie einem  Yachthafen (Nørrekås), nördlich vom Handelshafen.

NV. Hafenlotse

Navigation

Die Ansteuerung des befeuerten Hafens von Rønne ist Tag und Nacht unproblematisch. Die Öltanks und die Kirche am Hafen sind gute Landmarken.

Bei der Hafeneinfahrten muss in den nächsten Jahren mit umfangreichen Bauarbeiten in den Außenhäfen gerechnet werden.

Liegeplätze

 Sehr große Yachten finden im Nordhafen einen Liegeplatz. Yachten über 12m Länge können jedoch auch Nørrekås anlaufen. Bei Starkwind aus West steht Schwell in den Hafen.

Ausreichend Liegeplätze – allerdings etwas abseits gelegen – sind auch im Südhafen zu finden.

Versorgung

Alle Versorgungsmöglichkeiten sind gegeben (u.a. Zollstelle, Yachtausrüstung und Segelmacherei). Diesel kann in Nørrekås oder im Südhafen gebunkert werden, wo man auch umfangreiche Reparaturarbeiten ausführen lassen kann.

Fähre nach Køge (Kopenhagen), Schweden (Ystad), Polen (Swinoujscie) und Deutschland (Sassnitz/Rügen).

NV. Landgangslotse

Die 16.000 Einwohner von Rönne machen ein Drittel der einheimischen Bevölkerung Bornholms aus. Weil es wenig Hoch- und viele Einfamilienhäuser gibt, nimmt die Inselhauptstadt wesentlich mehr Fläche ein als andere dänische Orte mit vergleichbarer Einwohnerzahl. Außerdem steigt die Zahl der Stadtbewohner natürlich in der Saison, wenn im Hafen oder am Flugplatz die Touristen eintreffen. Rund 300.000 sind es jedes Jahr.

Besondere Handelsrechte besaß die Stadt nie. Im Gegensatz zu den meisten anderen dänischen Inseln trieben die Bornholmer freien Handel. Die günstige Lage zwischen Schweden und Deutschland machte Rönne zum idealen Handelsplatz für beide Seiten. Große Herings- und Dorschfänge brachten zusätzlich Reichtum. Die Bedeutung des Fischfangs spiegelt sich im Stadtsiegel wieder: drei weiße Dorsche in blauem Feld, darüber der Beschützer aller Seefahrer – St. Nikolaus.

Als Uhrmacherstadt war Rønne im 18. und 19. Jahrhundert berühmt. Die Uhrenindustrie soll dadurch entstanden sein, dass um 1750 englische Schiffe strandeten, die Standuhren an Bord hatten. Die Uhren wurden auseinandergenommen, getrocknet, wieder zusammengesetzt und schließlich nachgebaut. Um 1800 gab es bereits 30 große Uhrmacherwerkstätten. Uhren „Made in Bornholm“ wurden ein Qualitätsbegriff, aber der gute Ruf der Uhrenindustrie war schnell dahin, als Mitte des 19. Jahrhunderts Bornholmer Uhren minderer Qualität auf den Markt kamen. Innerhalb kürzester Zeit war fast die gesamte Uhrmacherzunft ohne Arbeit.

Die Töpferei zählt ebenfalls zu den alten Gewerben in Rønne. Sie hat im Gegensatz zur Uhrenindustrie heute noch Hochkonjunktur.

Wie auch Neksø (siehe Neksø) wurde Rønne 1945 von russischen Bombern angegriffen. Nachdem über 30.000 Vertriebene und deutsche Soldaten von der Ostfront über die Ostsee nach Bornholm geflüchtet waren, weigerte sich der deutsche Kommandant vor den Russen zu kapitulieren. Nach den Bombenangriffen gaben die Deutschen jedoch auf und ließen die sowjetischen Soldaten auf die Insel.

Die Stadt ist trotz des Bombardements noch reich an schönen alten Fachwerkhäusern. Sie gruppieren sich im wesentlichen um die sich über den Hafen erhebende Kirche. Sie stammt zwar aus dem 14. Jahrhundert, wurde aber 1915 größtenteils umgebaut. Nachts angeleuchtet, bietet sie einen besonders schönen Anblick.

Zu den sehenswerten Gebäuden zählen die alten Kaufmannhöfe in der Store Torvegade und an der Ecke Nellikegade-Provstegade.

Den Karnapsgård (Gård = Hof), bei der Kirche, Johnsens Gård am Hafen, die Häuser in der Straße Ved Brønden sowie das Eckhaus Østergade-Kattesundet sollte man sich anschauen. Letzteres wurde mit Steinen der Hammerhus-Ruine erbaut. Die Hauptwache (Hovedvagten) in der Søndergade, heute Sommerrestaurant mit Straßencafé, ist ebenfalls 1743 mit den Steinen errichtet worden, die man sich von der Ruine geholt hatte. Bis zur Mitte des vorigen Jahrhunderts befand sich hier die Bürgerwache.

In der Storegade vor der Staatsschule erinnern zwei flache Steine an die Stelle, wo der schwedische Kommandant Johan Printzenskjøld von Aufständischen erschossen wurde (siehe Hasle). Nach einem Plan, den der Bornholmer Freiheitskämpfer und Volksheld Jens Kofoed mit dem Bürgermeister von Hasle ausgeheckt hatte, wurden der Kommandant und die Schweden zu Fall gebracht. Der kleinere Stein soll zur Erinnerung an seinen treuen Hund aufgestellt worden sein.

Das 1807 erbaute Fachwerkhaus Erichsens Gård in der Laksegade ist als gutbürgerlicher Wohnsitz des vorigen Jahrhunderts eingerichtet worden. Hier erinnern zahlreiche Ausstellungsstücke an den Maler Kristian Zahrtmann und den Dichter Holger Drachmann, dessen erste Frau, Wilhelmine Erichsen, die Tochter des Hauses war.

Die geologischen und kulturhistorischen Sammlungen des Museums in der St. Mortengade 29 sind hier ebenso sehenswert wie die Werke der Bornholmer Maler, die wegen der besonderen Lichtverhältnisse auf die Insel kamen.

Ein Ausflug zur Rundkirche von Nylars ist zu empfehlen. Sie steht südöstlich von Rønne (siehe Arnager).

Am südlichen Stadtrand liegt das 1688 erbaute Kastell von Rønne. Es ist der Rest eines Bauvorhabens, das Rønne zu einer Festungsstadt machen sollte. Der Plan wurde jedoch während der Bauarbeiten aufgegeben. Jetzt beherbergt die guterhaltene Anlage ein Militärmuseum, dessen Sammlungen die militärische Geschichte der Insel vom Altertum bis zur Gegenwart schildern. Im nahegelegenen Kanondal stehen alte Geschütze.

Der Südhafen ist an den Verhältnissen einer dänischen Provinzstadt gemessen, von besonderen Ausmaßen, was hauptsächlich dem starken Passagierschiffsverkehr zu verdanken ist. Aber auch die Granit- und Fischindustrie hat ihren Anteil an den enormen Erweiterungen des Hafens in den vergangenen Jahren. Das kleine Bootshafenbecken unterhalb der Kirche ist oft überbelegt. Ausschließlich für Yachten wurde der Nordhafen Nørre Kås erbaut.

Hafeninformation

Max. Tiefe 5.5 m

Kontakt

Telefon +45 56 95 06 78
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Webseite https://www.roennehavn.dk

Versorgung

Strom

Wasser

Toilette

Dusche

Restaurant

Imbiss

Geldautomat

Tanken

Einkaufen

Slipanlage

Öff. Verkehr

Fahrräder

Müll

Kommentare

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