Barth Stadthafen

Hafen bei Barth

Zuletzt bearbeitet 22.06.2021 um 11:55 von NV Charts Team

Breite

54° 22’ 13.3” N

Länge

12° 43’ 43.8” O

Beschreibung

Geräumiger, moderner Hafen im Süden des Barther Boddens.

NV. Hafenlotse

Navigation

Vom Barther Bodden führt ein betonntes Fahrwasser mit 3m Wassertiefe zum Hafen Barth, Richtfeuer Iso.R.4s.

Liegeplätze

Der Hafen verfügt über ein großes Angebot an Liegeplätzen, auch für Gastlieger, die im Hafengebiet verteilt sind. Die Steganlagen im Ost- und Westhafen, die sich beiderseits des städtischen Anlegers für Fahrgastschiffe beim „Steuerhaus“ erstrecken werden auch als Stadthafen bezeichnet.

Versorgung

Der Stadt- und Wirtschaftshafen wurde konsequent als Werftstandort für Berufs- und Sportschifffahrt ausgebaut und konnte sich so zu einem Magnet für den maritimen Tourismus entwickeln. Im gesamten Hafengebiet sind Strom- und Wasseranschlüsse vorhanden.


Mehrere Tankstellen, Fäkalienentsorgung, Yachtservice, Motorenservice und Krananlagen bieten dem Wassersportler sämtliche Möglichkeiten an Versorgung und Service.

NV. Landgangslotse

In der Blütezeit Barths waren fünf Werften am Hafen und an der Barthe mit Aufträgen eingedeckt. Die sechs Schiffsreedereien betreuten um 1870 bis zu 280 Segelschiffe, die in Barth registriert waren. Von 1863 bis 1922 wurden in der Navigationsschule Steuerleute und Kapitäne für die große Fahrt ausgebildet. Aber dann kam der Einbruch so schnell wie zuerst der Aufschwung, weil die modernen Dampfschiffe in den Boddengewässern um Barth nicht genug Wasser unterm Kiel hatten. Nur Küstendampfer vermochten den Ort noch anzulaufen. Die neuen Arbeitgeber waren die Eigentümer von Fisch-, Zucker-, Möbel- und Maschinenfabriken, die hier ansiedelten. Gewerkschaften bildeten sich, das Proletariat nahm Einfluss auf die Politik der Stadt. Wie Wolgast war Barth bald als „rote Stadt“ bekannt.


Düsteres Kapitel in der Geschichte der Stadt sind die Konzentrations-, Gefangenen- und Arbeitslager, die hier in der Zeit von 1940 bis 1945 errichtet wurden. 6000 Häftlinge aus 18 Nationen mussten hier Teile für das Kampfflugzeug Heinkel 111 herstellen. Den hier gestorbenen 2000 Häftlingen wurde eine Mahn- und Gedenkstätte errichtet. Am Platz der Freiheit erinnert ein Denkmal an die sowjetischen Kriegsgefangenen, die in einer Barther Munitionsfabrik arbeiteten und von denen viele ihr Leben lassen mussten. Außerdem befand sich auf dem Gelände des Vogelsangs im Westen der Stadt ein Gefangenenlager für abgeschossene britische und amerikanische Flugzeugbesatzungen.


Bei einem Stadtrundgang sind die wenigen markanten Baudenkmäler schnell entdeckt. Als imposantestes Bauwerk ragt am Marktplatz die im gotischen Stil erbaute St. Marienkirche mit ihrem 87 Meter hohen Turm empor, die zugleich eine gute Landmarke für die Schifffahrt ist.   Ein Ausblick vom Kirchturm ist unbedingt zu empfehlen. Bei guten Wetterbedingungen sind Stralsund, Hiddensee, Zingst und der Darß zu erkennen.


Barth mit seinen heute ca.9000 Einwohnern hat in den letzten Jahren ein neues Gesicht erhalten. Insbesondere ist der Hafen zu einem Touristenmagnet geworden. Dennoch findet hier auch der ruhesuchende Wassersportler  immer noch einen Liegeplatz.

Hafeninformation

Max. Tiefe 3 m

Kontakt

Telefon +49 178 3963826
Email Please enable Javascript to read
Webseite https://www.stadt-barth.de
VHF Kanal 15

Versorgung

Strom

Wasser

Toilette

Dusche

Restaurant

Imbiss

Kran

Geldautomat

Tanken

Einkaufen

Werft

Slipanlage

Kran

Öff. Verkehr

Fahrräder

Müll

Kommentare

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