Egernsund- Gråsten

Hafen bei Gråsten

Zuletzt bearbeitet 22.06.2021 um 10:44 von Jepsen.jan-ole, Faein

Breite

54° 54’ 32” N

Länge

9° 35’ 44.5” O

Beschreibung

EGERNSUND: Werft- und Handelshafen in der Enge zwischen der Flensburger Förde und dem Nybøl Nor.

GRÅSTEN: Netter kleiner ehemaliger Handelshafen nördlich der Klappbrücke von Egernsund an der Sildekule, wo auch der Yachthafen von Toft liegt.

NV. Hafenlotse

Navigation

EGERNSUND und GRÅSTEN: 
Die Ansteuerung ist Tag und Nacht möglich, wird aber durch die Betriebszeiten der Klappbrücke – 6.30 Uhr bis 22 Uhr – Öffnung der Brücke immer stündlich Minute 15 nach.Von der Flensburger Förde kommend, ist das Fahrwasser gut betonnt. Erst wird mit 335° (nachts 2 Feuer in Linie 2F.R) bis zur zweiten grünen Fahrwassertonne gesteuert (nachts: Fl(2)G) und dann, dem Tonnenstrich folgend, nach steuerbord auf die Klappbrücke zugedreht. Diese hat eine Höhe von maximal 6 m im geschlossenen Zustand. Die Durchfahrt der auch nachts befeuerten Brücke hat eine Breite von 25 m. Südlich der Brücke, auf der Ostseite, befinden sich Pfähle zum Festmachen bei Brückenwartezeiten. (Bis zum Öffnen der Brücke sind 30 min. Wartezeit möglich). Nach dem Passieren der Klappbrücke steuert man an der Marina Toft vorbei, rundet dann den befeuerten Dalben (Fl.R) und dreht in das Fahrwasser von Graasten hinein. Vom Fahrwasser aus läuft der Sportschiffer auf die Liegeplätze zu, sobald diese querab liegen.


Liegeplätze

EGERNSUND:
In der Enge von Egernsund befinden sich einige private Liegeplätze, die für Gäste nicht sehr geeignet sind. Wir empfehlen daher Gråsten anzulaufen.
GRÅSTEN:
In der Marina Toft liegen Gäste auf freien Plätzen (grüne Schilder) auf 2,3 – 4m Wassertiefe m Wassertiefe. Der Yachthafen gehört zur Marina Minde.

Im Yachthafen des Gråsten Sejlklubs liegen Gastboote, nach Absprache auf 2 m Wassertiefe. Am Ostufer der „Sildekule“ in der Marina Fiskenæs sind auf 1,5 – 2,6 m Wassertiefe weitere Liegeplätze vorhanden. Zum Ortskern von Gråsten beträgt der Fußweg 10 Minuten.

Versorgung


GRÅSTEN:
In Gråsten, der bekannten Sommerresidenz des dänischen Königshauses, bestehen gute Versorgungsmöglichkeiten. Es gibt eine Zolldienststelle.

NV. Landgangslotse

EGERNSUND: Von alters her Produktionsstätte von Ziegelsteinen. 13 Ziegeleien gab es im Jahr 1880 in Egernsund und Rendbjerg. An den Familiennamen ist zu sehen, dass die Ziegelstein‑Industrie viele Saisonarbeiter aus Polen oder Deutschland anzog, die sich hier niederließen. Im Winter ruhte die Arbeit, weil die Fertigungstechniken nur die Ziegelherstellung im Sommer zuließen. Wenn die Produktion auf Hochtouren lief, hatten auch die Ergernsunder Segler, die den gebrannten Ton transportierten, Hochkonjunktur. Kaum wieder im Heimathafen, wurde schon die nächste Schiffsladung verstaut, weil auch den Seglern zwischen den Eiswintern nur wenige Monate blieben, den Jahresverdienst einzufahren. Trotz der Eile mussten die Ziegel sehr sorgfältig nach einem ausgeklügelten System verladen werden, damit es auf See keinen Bruch gab oder – wovor sich die Seeleute besonders fürchteten – die Ladung verrutschte. Der Nachteil der Arbeitsplatzschaf­fenden Ziegel‑Industrie ist überall zu sehen. Sie hinterließ auf der Suche nach brauchbarem Ton deutliche Spuren in der Landschaft. Mit den alten Schornsteinen der Ziegeleien, die das Ortsbild heute noch prägen, und niedrigen Häusern aus früheren Tagen der Tonverarbeitung, ist die Vergangenheit in Egernsund noch immer gegenwärtig. In der Nähe des Ortes bei Öster‑Sottrup wurde das Nydamboot gefunden, ein Wikingerschiff, das heute im Schloss Gottorf steht (siehe Schleswig). Das Nydam‑Moor war eine Opferstätte der Wikinger, wo man noch vor dem dänisch‑preußischen Krieg zwei weitere Schiffe und Waffen aus der Zeit um 500 nach Christus fand. Diese beiden Schiffe sollen jedoch den Österreichern während des Krie­ges von 1864 als Feuerholz (!) gedient haben. Das Nydamboot wurde glücklicherweise nicht verheizt und ist heute eines der Prunkstücke des Schleswig‑Holsteinischen Landesmuseums für Vor‑ und Frühge­schichte. Es war ein reines Ruderschiff von 23 Metern Länge. In der Umgebung von Egernsund bietet sich das Gråstener Schloss als Ausflugsziel an (siehe auch Gråsten). Außerdem besteht die Mög­lichkeit von Egernsund aus auf die deutsche Seite der Flensburg Förde überzusetzen.

GRÅSTEN: Die Stadt beim Nybøl Nor ist vor allem wegen der gelungenen Kombination von alter und neuer Architektur ein reizvoller Ort. Ansprechend ist außerdem die waldreiche Umgebung von Gråsten. 700 Hektar Baumbestand und einer der schönsten Buchenwälder Dänemarks sind Argument genug, sich hier die Zeit für einen Spaziergang oder eine Radtour zu nehmen. Die Tour nach Humlebjerg und zu den Seen, die alle Vornamen der königlichen Familie tragen, ist auch bei der einheimischen Bevölkerung beliebt. Ein Teil der Strecke führt durch ein waldreiches Tal mit einem Bach. Dieser Bereich des Waldes wird die Gråstener Schweiz genannt. Schmuckstück des Ortes ist das von kleinen Seen umgebene Schloss, eine Barockanlage die nach einem Großbrand im Jahre 1757 wieder aufgebaut wurde und heute teilweise besichtigt werden kann, sofern sich die königliche Familie nicht gerade in der Sommerresidenz aufhält. Auch für den schönen englischen Schlosspark gilt diese Regelung. Beliebtes touristisches Spektakel am Schloss ist die tägliche Wachablösung zwischen 11.30 Uhr und 12 Uhr.

Unter dem Großkanzler Friedrich Ahlefeldt (1623 bis 1686) erlebte der Adelssitz seine Blütezeit. Er und seine Söhne waren unter dem dänischen König Friedrich III. Stadthalter in den Herzogtümern Schleswig und Holstein. In dieser Zeit entstand auch die kostbare Orangerie im Schlossgarten, in der die ersten berühmten Gråsten Æbler (Gravensteiner Äpfel) wuchsen.

Der spätere Herzog Christian der Ältere sah es gerne, wenn der Adelssitz Künstlern als Domizil diente. So waren die Dichter Jens Baggesen und Hans Christian Andersen öfters seine Gäste. Andersen schrieb hier einige seiner bekannten Märchen.

Bei der Einfahrt des Schlosses erin­nert ein Denkmal an den Chef der Grenzgendarmerie Paludan‑Müller, der im Zweiten Weltkrieg von deutschen Soldaten getötet wurde. Obwohl er allein von seiner Dienstwohnung aus gegen eine große Übermacht kämpfte, wollte er sich den Soldaten, die ihn festnehmen wollten, nicht ergeben.

Blickfang am Markt von Gråsten ist die Statue des Gråstenmädchens.

Wer es sich einrichten kann, sollte das Ringreiter‑ und Volksfest am jeweils dritten Wochenende im Juli besuchen.

Hafeninformation

Kontakt

Telefon + 45 21 60 21 12
Webseite https://marinaminde.dk/marina-toft

Versorgung

Strom

Wasser

Toilette

Dusche

Kran

Tanken

Einkaufen

Werft

Öff. Verkehr

Müll

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